Definition und Einordnung
Temp-to-Perm („temporary to permanent") bezeichnet den Prozess, bei dem ein zunächst über Zeitarbeit eingesetzter Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung beim Einsatzbetrieb übernommen wird. Es ist eine Mischform aus Arbeitnehmerüberlassung und anschließender Personalvermittlung: Nach Ablauf der temporären Einsatzzeit kann sich der Kunde für die Festanstellung entscheiden. Geschieht das nicht, bleibt der Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Kraft bestehen und der Einsatz beim Kunden endet.
Wie läuft Temp-to-Perm ab?
Zunächst überlässt die Zeitarbeitsfirma die Kraft temporär. In den meisten Fällen wird ein Einsatzzeitraum von rund sechs Monaten (Spanne meist drei bis zwölf Monate) festgelegt, bevor die Festanstellung erfolgt. Entscheidet sich der Kunde für die Übernahme, wechselt die Kraft vom Personaldienstleister zum direkten Arbeitgeber. Die Konditionen der Übernahme werden meist im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜV) geregelt.
Unterschied zur Personalvermittlung
Temp-to-Perm unterscheidet sich von der reinen Personalvermittlung (Permanent Placement), bei der Personal direkt vermittelt wird und der Dienstleister bei erfolgreicher Vermittlung eine einmalige Provision erhält. Bei Temp-to-Perm ist die Übernahme nach der vorab definierten Dauer dagegen in der Regel kostenfrei. Eine frühzeitige Übernahme entgegen dieser Regelung ist meist in Absprache mit dem Personaldienstleister gegen eine Gebühr möglich.
Welche Vorteile hat Temp-to-Perm?
Für den Kunden liegt der entscheidende Vorteil darin, eine Kraft unter Realbedingungen zu „testen", bevor er sie fest anstellt – das senkt das Risiko einer fachlich oder persönlich unpassenden Besetzung und erhält die Flexibilität der Zeitarbeit für nachfragestarke Phasen. Auch der Zeitarbeiter lernt Unternehmen und Stelle im Einsatz kennen und kann abwägen, ob die Zusammenarbeit passt. Zu beachten ist die Höchstüberlassungsdauer von grundsätzlich 18 Monaten – wird sie überschritten, entsteht ohnehin automatisch ein Arbeitsverhältnis zum Einsatzbetrieb.