Zurück zum Glossar

Temp-to-Perm: Definition und Ablauf

Temp-to-Perm macht aus einem Einsatz eine Festanstellung. Dieser Eintrag erklärt den Ablauf, die Abgrenzung zur Vermittlung und die Vorteile für beide Seiten.

Key Facts
  • Übernahme aus Zeitarbeit in eine Festanstellung.
  • Übernahme meist nach ca. 6 Monaten (Spanne: 3–12 Monate).
  • Kombination aus Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung.
  • Einsatz als beidseitige Kennenlernphase unter Realbedingungen.

Definition und Einordnung

Temp-to-Perm („temporary to permanent") bezeichnet den Prozess, bei dem ein zunächst über Zeitarbeit eingesetzter Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung beim Einsatzbetrieb übernommen wird. Es ist eine Mischform aus Arbeitnehmerüberlassung und anschließender Personalvermittlung: Nach Ablauf der temporären Einsatzzeit kann sich der Kunde für die Festanstellung entscheiden. Geschieht das nicht, bleibt der Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Kraft bestehen und der Einsatz beim Kunden endet.

Wie läuft Temp-to-Perm ab?

Zunächst überlässt die Zeitarbeitsfirma die Kraft temporär. In den meisten Fällen wird ein Einsatzzeitraum von rund sechs Monaten (Spanne meist drei bis zwölf Monate) festgelegt, bevor die Festanstellung erfolgt. Entscheidet sich der Kunde für die Übernahme, wechselt die Kraft vom Personaldienstleister zum direkten Arbeitgeber. Die Konditionen der Übernahme werden meist im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜV) geregelt.

Unterschied zur Personalvermittlung

Temp-to-Perm unterscheidet sich von der reinen Personalvermittlung (Permanent Placement), bei der Personal direkt vermittelt wird und der Dienstleister bei erfolgreicher Vermittlung eine einmalige Provision erhält. Bei Temp-to-Perm ist die Übernahme nach der vorab definierten Dauer dagegen in der Regel kostenfrei. Eine frühzeitige Übernahme entgegen dieser Regelung ist meist in Absprache mit dem Personaldienstleister gegen eine Gebühr möglich.

Welche Vorteile hat Temp-to-Perm?

Für den Kunden liegt der entscheidende Vorteil darin, eine Kraft unter Realbedingungen zu „testen", bevor er sie fest anstellt – das senkt das Risiko einer fachlich oder persönlich unpassenden Besetzung und erhält die Flexibilität der Zeitarbeit für nachfragestarke Phasen. Auch der Zeitarbeiter lernt Unternehmen und Stelle im Einsatz kennen und kann abwägen, ob die Zusammenarbeit passt. Zu beachten ist die Höchstüberlassungsdauer von grundsätzlich 18 Monaten – wird sie überschritten, entsteht ohnehin automatisch ein Arbeitsverhältnis zum Einsatzbetrieb.

Häufige Fragen

Kostet die Übernahme bei Temp-to-Perm eine Provision?

Nach der vereinbarten Einsatzdauer ist die Übernahme in der Regel kostenfrei – anders als bei der klassischen Personalvermittlung mit einmaliger Provision. Eine frühzeitige Übernahme ist meist gegen eine Gebühr möglich.

Was passiert, wenn der Kunde nicht übernimmt?

Dann bleibt das Arbeitsverhältnis zwischen Zeitarbeiter und Personaldienstleister bestehen; die Kraft wird weiter an andere Kundenunternehmen überlassen.

Wie lange dauert die Testphase üblicherweise?

Meist rund sechs Monate, mit einer Spanne von drei bis zwölf Monaten, bevor über die Festanstellung entschieden wird.

Welche Frist muss man bei Temp-to-Perm beachten?

Die Höchstüberlassungsdauer von grundsätzlich 18 Monaten – wird sie überschritten, entsteht kraft Gesetzes ein Arbeitsverhältnis zum Einsatzbetrieb.

Verwandte Begriffe

Mehr erfahren

Interesse am Thema? Mehr Infos anfordern

Kurz das Formular ausfüllen – wir melden uns mit weiterführenden Informationen.

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt · jederzeit abbestellbar
Link kopiert