VMS Vergleich

Vier Wege, Fremdpersonal zu steuern

Wer ein Vendor Management System auswählt, vergleicht selten Produkte, sondern Bauarten: eine unabhängige Lösung, das System eines Personaldienstleisters, einen internationalen Anbieter oder ein gewachsenes Legacy-System. Die Unterschiede liegen weniger im Funktionsumfang als in Unabhängigkeit, Anpassbarkeit und Support.

Die Bauarten

Vier Typen, vier Interessenlagen

Welcher Typ zu Ihnen passt, hängt weniger von einer Funktionsliste ab als davon, wem das System gehört und wie schnell es sich an Ihren Prozess anpassen lässt.

Pactos

Unabhängige Lösung

Reiner Softwareanbieter ohne eigenes Personalgeschäft. Steuert den Prozess zwischen Ihnen und allen Dienstleistern, ohne einen davon zu bevorzugen.

international

Internationaler Anbieter

Weltweit eingesetzte Plattformen mit globalen Standards. Prüfen Sie, wie gut lokale Prozesse, Integrationen und Support abgedeckt sind.

gewachsen

Legacy-System

Lange etablierte Systeme mit großer Funktionstiefe. Prüfen Sie insbesondere Bedienung, Release-Zyklen und Integrationsaufwand.

gebunden

Dienstleistereigenes System

Software, die zu einem Personaldienstleister oder MSP gehört. Funktioniert gut für dessen eigenes Geschäft, ist aber an ihn gebunden.

Direktvergleich

Sechs Kriterien, die in der Auswahl den Unterschied machen

Dieselbe Übersicht, die Pactos im Vertriebsgespräch zeigt. Auch die Zeile, in der Pactos nicht vorne liegt.

Vergleich von vier Typen von Vendor Management Systemen entlang von sechs Auswahlkriterien. Je Feld nennt eine Einstufung, ob der Typ dort stark, eingeschränkt oder schwach ist. Anbieternamen werden nicht genannt.
Kriterium Pactos VMS Dienstleistereigenes System Internationaler Anbieter Legacy-System
Innovation & Weiterentwicklung stark: Modern und modular, laufend erweitert schwach: Abhängig von der Muttergesellschaft eingeschränkt: Globale Standards, langsame Anpassung schwach: Ausgereift, aber innovationsarm
Marktposition eingeschränkt: Aufstrebend und spezialisiert eingeschränkt: Je nach Marktanteil des Dienstleisters stark: Weltweit führend stark: Etablierter Marktführer
Unabhängigkeit stark: Vollständig unabhängig schwach: Gebunden, Teil eines MSP stark: In der Regel unabhängig stark: Unabhängig
VMS-Kernfunktionen stark: Umfassend und intuitiv, flexible Prozesse schwach: Grundlegend, auf den Partner ausgerichtet eingeschränkt: Breit, aber hohe Komplexität eingeschränkt: Tief, aber oft veraltete Bedienung
Branchen-Spezialisierung stark: Hoher Anpassungs- und Spezialisierungsgrad eingeschränkt: Variabel, teils mit Branchenfokus schwach: Generalistisch, geringe Anpassung schwach: Generalistisch, aufwendige Anpassung
Support & Einführung stark: Schneller, persönlicher Support, kurze Inbetriebnahme schwach: Begrenzte Ressourcen, dienstleisterfokussiert eingeschränkt: Globaler Support, komplexe Integration schwach: Langsame Implementierung und Beratung

stark eingeschränkt schwach

Auf schmalen Fenstern lässt sich die Tabelle nach rechts wischen. Die Spalte mit den Kriterien bleibt dabei stehen.

Die Einstufung der drei anderen Typen beschreibt Bauarten, keine einzelnen Anbieter: innerhalb jedes Typs gibt es deutliche Unterschiede. Wer konkrete Systeme vergleicht, prüft sie am besten mit der Checkliste weiter unten.

Das entscheidende Kriterium

Wem gehört das System, das Ihre Lieferanten bewertet?

Gehört ein VMS zu einem Personaldienstleister, bewertet und vergibt es Aufträge im Umfeld seines eigenen Mutterhauses. Das muss kein Nachteil sein, es ist aber ein Interessenkonflikt, den man kennen sollte, bevor der Vertrag steht.

Kein Personaldienstleister im Rücken

Pactos verkauft Software, keine Arbeitskräfte. Kein Lieferant wird im System bevorzugt, weil kein Lieferant zum Unternehmen gehört.

ISO 27001, DSGVO, Hosting in der EU

Zertifizierte Informationssicherheit, Verarbeitung nach DSGVO und Hosting ausschließlich in der EU. Kunden- und Kandidatendaten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.

Fester Ansprechpartner statt Ticketsystem

Jeder Kunde hat feste Ansprechpartner, keine anonyme Warteschlange. Kleinere Anpassungen werden häufig direkt umgesetzt.

Offene Schnittstellen

Anbindung an ERP, HR-Systeme und Zeitwirtschaft. Vor der Einführung wird geprüft, was bereits vorhanden ist; fehlende Schnittstellen werden bei Bedarf entwickelt.

Für Ihre Auswahl

Acht Fragen an jeden Anbieter

Diese Fragen trennen ein echtes Vendor Management System von einem internen Verwaltungstool. Sie funktionieren bei jedem Anbieter, auch bei uns.

  1. Gehört der Anbieter zu einem Personaldienstleister oder MSP?Wenn ja: Wer entscheidet, welcher Lieferant eine Anfrage zuerst sieht?
  2. Bekommen unsere Dienstleister einen eigenen Zugang?Ohne Lieferantenzugang ist es ein internes Tool, kein Vendor Management System.
  3. Läuft die Compliance-Prüfung der Dienstleister über dasselbe System?AÜ-Erlaubnis, Unbedenklichkeitsbescheinigungen und Fristen gehören dorthin, wo auch bestellt wird.
  4. Ist die Zeiterfassung angebunden?Sonst bleiben Stunden ein Nebenprozess in Excel und die Rechnungsprüfung hat keine Grundlage.
  5. Können Rechnungen im System gegen freigegebene Stunden geprüft werden?Erst dann schließt sich der Kreis von der Bestellung bis zur Zahlung.
  6. Wo stehen die Server, und gibt es ein ISO-27001-Zertifikat?Fragen Sie nach dem Zertifikat selbst, nicht nach der Aussage „ISO-konform".
  7. Wer ist unser Ansprechpartner, und wie schnell kommt eine Antwort?Ein Ticketsystem ist eine Antwort auf diese Frage, nur selten die gewünschte.
  8. Was kostet eine Anpassung an unseren Prozess, und wie lange dauert sie?Die Antwort darauf sagt mehr über die kommenden drei Jahre als jede Funktionsliste.
FAQ

Häufige Fragen

Warum ist die Unabhängigkeit eines VMS so wichtig?
Ein Vendor Management System verteilt Anfragen, bewertet Lieferanten und macht deren Leistung vergleichbar. Gehört das System einem Personaldienstleister, bewertet dieser mittelbar seinen eigenen Wettbewerb. Ein unabhängiger Anbieter hat an dieser Stelle kein eigenes Interesse.
Was unterscheidet ein VMS von der Software eines Personaldienstleisters?
Die Software eines Personaldienstleisters steuert dessen eigene Zeitarbeitskräfte, also den Prozess innerhalb eines Unternehmens. Ein VMS steuert den Prozess zwischen Ihnen und allen Ihren Dienstleistern: Bedarfsmeldung, Angebote, Auswahl, Einsatz, Nachweise und Abrechnung über Lieferantengrenzen hinweg.
Reicht Excel für die Steuerung von Fremdpersonal?
Für wenige Einsätze mit einem Dienstleister oft ja. Sobald mehrere Lieferanten, Fristen nach AÜG und Rechnungsprüfung dazukommen, wird die Liste zur Fehlerquelle: Sie hat keine Historie, keine Rechte und keine Erinnerung an ablaufende Nachweise. Mehr dazu in der Compliance-Lösung.
Wie lange dauert die Einführung eines VMS?
Die Dauer hängt vor allem von Schnittstellen, Datenqualität, Rollen und der Zahl der anzubindenden Dienstleister ab. Vergleichen Sie Anbieter anhand eines belastbaren Projektplans für Ihren konkreten Umfang.
Wie vergleiche ich Anbieter, die alle dasselbe versprechen?
Nicht über Funktionslisten, sondern über den Prozess von der Bedarfsmeldung bis zur geprüften Rechnung. Die acht Fragen weiter oben decken die Stellen ab, an denen Systeme in der Praxis auseinanderfallen.

Vergleichen Sie uns mit Ihrer eigenen Liste

Bringen Sie die Fragen mit, die für Ihr Unternehmen zählen, gerne auch die aus einem laufenden Auswahlprozess. Wir zeigen Ihnen in 30 Minuten an Ihrem Prozess, wo Pactos passt und wo nicht.